Ärztliche Injektionstherapie bei chronischer Migräne
Medizinische Behandlungsoption zur Reduktion von Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken
Chronische Migräne kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und den Alltag stark einschränken. Bei Patientinnen und Patienten mit häufig wiederkehrenden Migräneattacken steht neben medikamentösen Akut- und Prophylaxetherapien auch eine ärztlich durchgeführte Injektionstherapie als anerkannte Behandlungsoption zur Verfügung.
Ziel der Behandlung ist es, die Anzahl und Intensität der Migränetage zu reduzieren und dadurch die Belastung im Alltag zu verringern. Die Indikationsstellung sowie die Durchführung erfolgen nach sorgfältiger medizinischer Abklärung und gemäss aktuellen fachärztlichen Leitlinien.
Mögliche Vorteile
Reduktion der Anzahl von Migränetagen
Verminderung der Intensität der Attacken
Verbesserung der Lebensqualität
Geringerer Bedarf an Akutmedikamenten bei einigen Patientinnen und Patienten
Der individuelle Behandlungserfolg kann variieren.
Informationen zu Botox gegen Migräne
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Bei der Injektionstherapie bei chronischer Migräne werden an definierten anatomischen Punkten im Kopf-, Nacken- und Schulterbereich kleine Mengen eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels in die Muskulatur injiziert.
Der Wirkstoff kann die Reizübertragung bestimmter Nervenbahnen modulieren, die an der Entstehung und Aufrechterhaltung von Migräneschmerzen beteiligt sind. Dadurch kann es zu einer Verminderung der Schmerzsignalverarbeitung kommen.
Die Auswahl der Injektionspunkte und die Dosierung erfolgen nach einem standardisierten medizinischen Schema und werden individuell an die Patientin oder den Patienten angepasst.
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Die ärztliche Injektionstherapie kann bei geeigneten Patientinnen und Patienten:
die Anzahl der Migränetage pro Monat reduzieren
die Intensität der einzelnen Attacken abschwächen
die Belastung durch Begleitsymptome wie Licht- oder Geräuschempfindlichkeit vermindern
bei einigen Betroffenen den Bedarf an Akutmedikamenten senken
Der individuelle Behandlungserfolg kann variieren und hängt von verschiedenen Faktoren wie Krankheitsdauer, Ausprägung der Migräne und Begleiterkrankungen ab.
Der Wirkungseintritt erfolgt nicht unmittelbar nach der Behandlung. Erste Effekte können sich in den Wochen nach der Injektion zeigen.
Die Wirkdauer ist individuell unterschiedlich. Bei anhaltender Indikation kann die Therapie in regelmässigen Abständen wiederholt werden, in der Regel nach mehreren Wochen, entsprechend der medizinischen Empfehlung.
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Vor Beginn der Therapie erfolgt ein ausführliches ärztliches Gespräch mit:
Erhebung der Krankengeschichte und bisherigen Behandlungen
Sicherung der Diagnose „chronische Migräne“
Prüfung von Gegenanzeigen
Aufklärung über Ablauf, mögliche Wirkungen und Risiken der Behandlung
Nach der Injektionstherapie sind die meisten Patientinnen und Patienten in der Regel rasch wieder alltagstauglich. Empfohlen werden:
Schonung am Behandlungstag
Vermeidung intensiver körperlicher Belastung in den ersten Stunden
Verlaufskontrolle gemäss ärztlicher Empfehlung